La Loba tanzt

Ein partizipatorisches, generationenübergreifendes FilmTheaterprojekt

Das Theaterprojekt „La Loba tanzt“ konnte wegen der Coronakrise nicht auf der Bühne gezeigt werden. Deshalb hat das TEATRON THEATER gemeinsam mit der Videoproduktionsfirma „Vorzeigekind“ eine Miniserie von 5 Kurzfilmen produziert. Sie zeigen Ausschnitte aus dem original entwickelten Theaterstück „La Loba tanzt“. Die Filme sind nun zusammemgefasst zu einem 55 minütigen Gesamtfilm online zu sehen (Tickets im Online-Shop).

Trailer „La Loba tanzt“

Zum Inhalt:
Eine alte Sage der indigenen Völker Nordamerikas erzählt von einer alten Frau, die La Loba – die Wolfsfrau – genannt wird. Sie sammelt in den Weiten der Prärielandschaft verblichene Wolfsknochen und erweckt sie wieder zum Leben. La Loba repräsentiert den Archetypus der Wilden Frau, die aus längst Vergessenem, Verlorenem, aus irgendwann einmal Erlebtem, aus Glücksmomenten und aus Traumata etwas Neues schafft, die all das, was unser Leben bestimmt, neu ordnet und besingt und es so zu neuem Leben erweckt. 

In dem Theaterprojekt „La Loba tanzt“ haben neun Frauen im Alter von 25 bis 80 Jahren im Laufe einiger Monate ihre Erfahrungen mit ihrem Frausein in einer Gesellschaft, in der Frauen nach wie vor um ihre Gleichberechtigung kämpfen müssen, zusammen getragen. Es sind Monologe und Szenen entstanden, die ein weibliches Selbstbewusstsein voller Stärke und Tatkraft, voller Humor und Selbstironie zeigen, aber auch voller Schmerz und Wut über persönliche Verletzungen und die immer noch bestehenden Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen von Frauen in der heutigen Welt. So wie La Loba in der indigenen Sage alte Wolfsknochen zusammensetzt und sie wieder zum Leben erweckt, so erwecken die Frauen in diesem Theaterprojekt das zum Leben, was ihr Frausein und das Frausein in der Gesellschaft ausmacht. Ein Appel, zuzuhören, mit Herz und Ohr, und zu kämpfen für eine Welt, in der Frauen – so wie alle Menschen egal welchen Geschlechts, welcher Religion, welcher Hautfarbe – gleichberechtigt und auf Augenhöhe leben können. 

Mit Pamela Börger, Doris Braukmann, Stefanie Dassel, Britta Ewert, Laura Hahne, Hanna Radischewski, Karola Streitenberger, Jutta Weiß, Heike Wiegand-Baumeister 

Regie: Yehuda Almagor; 
Dramaturgie: Ursula Almagor; 
Theaterpädagogische Begleitung: Christina Stöcker; 
Figur (Bau und Gestaltung): Heike Wiegand-Baumeister) 
Bühnenbau, Technik: Peter Jagoda; 
Grafikdesign: Daniel Almagor 

Kamera, Schnitt: Christian Mono. Videoproduktionen Vorzeigekind