Kurt Tucholsky

Die Goldenen Zwanziger oder der Absturz ins Dritte Reich

Eine Reise durch Kurt Tucholskys Gedankenwelten
mit einer Auswahl seiner Texte, Briefe, Gedichte und Chansons
zusammengestellt von Ursula Almagor

Premiere: Januar 2014

Das TEATRON THEATER präsentiert mit seiner Inszenierung über Kurt Tucholsky einen Theater-Cabaret-Abend, der die Zuschauer eintauchen lässt in die Zeit der „Goldenen Zwanziger“ mit ihren Kabarett- und Revuetheatern in Berlin einerseits und den politischen Turbulenzen der Weimarer Republik andererseits.

Kurt Tucholsky  verstand es wie kein Zweiter, mit seinen Chansons und seinen kritischen und humorvollen Texten gleichzeitig zu unterhalten und zu kritisieren. Unter seinem eigenen Namen und unter den Pseudonymen – Ignaz Wrobel, Theobald Tiger, Peter Panter und Kaspar Hauser – bekämpfte er zeitlebens die antidemokratischen Tendenzen innerhalb der Weimarer Republik und prangerte Nationalismus und Militarismus an. Schon früh erkannte er die Gefahr des aufkommenden Nationalsozialismus. Seine Kassandrarufe blieben jedoch ungehört, und so wurden seine Bücher 1933 namentlich erwähnt dem nationalsozialistischen Feuer übergeben. Kurt Tucholsky erlebte sich selbst als gescheitert, da er und seine Schriften zwar „Erfolg“ beim Publikum, aber – wie er meinte – keine „Wirkung“ hatten. „Gegen einen Ozean pfeift man nicht an“, schrieb er 1933 –  da hatte er seinen Wohnsitz  schon längst zunächst nach Paris, dann nach Schweden verlegt, wo er 1935 aus dem Leben schied.

Im Jahr 2014 jähren sich zum 100. Mal der Beginn des ersten Weltkriegs und zum 75. Mal der Beginn des 2. Weltkriegs, Anlass genug für das TEATRON THEATER, sich mit Leben und Wirken von Kurt Tucholsky zu beschäftigen, der zwischen den beiden Weltkriegen unermüdlich für Demokratie und Freiheit und gegen die heraufziehende Gefahr des Nationalsozialismus kämpfte. 

Es spielen, tanzen und singen:
Yehuda Almagor, Manuel Quero, Jutta Juchmann, Stefan Wolf
Am Klavier und Cello: Gunther Tiedemann 
Regie und Bühnenbild: Yehuda Almagor 
Dramaturgie und Co-Regie: Ursula Almagor 
Choreographie und Kostüme: Manuel Quero 
Musikalische Leitung, Komposition, Arrangements und Tonaufnahmen: Gunther Tiedemann
Raumgestaltung und Dekoration: Petra Kaiser und Arno Mester
Illustration, Plakat und Programmdesign: Daniel Almagor

Fotografie: Manfred Haupthoff

Gefördert druch:
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur u. Sport NRW
Stadt Arnsberg
Förderkreis Kultur Kloster Wedinghausen Arnsberg e.V.
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